Kinder- und Jugendhilfe im europäischen Kontext

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Die Entwicklung hin zu einer europäischen Zivilgesellschaft, zu einer "europäischen Öffentlichkeit" (Jürgen Habermas) macht deutlich, dass Europa als Bezugspunkt sowohl für die Lebensperspektiven von Kindern und Jugendlichen als auch die für die vielfältigen Sozialen Dienste und Organisationen, die für die Belange der Kinder - und Jugendlichen zuständig und verantwortlich sind, unerlässlich ist.

So gilt es, das nationale Engagement der Akteure mit dem Blick auf Europa auszubauen. Dies gilt sowohl für die jugendpolitische Zusammenarbeit, die wichtige Impulse für die lokale, regionale und nationale Kinder- und Jugendhilfe gibt als auch für die Kinder und Jugendlichen, die Europakompetenzen brauchen, um die Zukunft partizipativ mitzugestalten.

Dieser Maßgabe folgt der Vertiefungsschwerpunkt "Kinder- und Jugendhilfe im europäischen Kontext".

Auch in Zukunft wird es Bedarf für den Einsatz von Fachkräften im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe geben. Als allgemeingültige Aussage bleibt festzuhalten, dass sich das Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe bei steigenden Kooperations- und Vernetzungstendenzen der einzelnen Institutionen weiter diversifizieren wird und gleichzeitig eine Entwicklung spezieller Hilfen mit engem Finanz-, Ergebnis- und Zeitcontrolling erfolgt, welche mit erhöhter Management- und Koordinationsqualität und -bedarf verbunden sind.

Vor dem Hintergrund der europäischen Entwicklung von Einwanderung und Migration sind interkulturelle Kompetenzen auf der Basis internationaler und interkultureller theoretischer Kenntnisse unverzichtbarer Bestandteil professionellen Handelns in der Kinder- und Jugendhilfe. Die interkulturelle Dimension gehört mittlerweile zu den unterschiedlichen Diensten der Sozialen Arbeit und spielt besonders in der Kinder- und Jugendhilfe eine große Rolle, weil hier das Recht des Kindes und Jugendlichen auf Bildung, Erziehung und Betreuung im kulturellen Kontext zu betrachten ist. Wissenschaftliche, planerische und leitende Aufgaben in diesem Berufsfeld haben neben der Implementierung von Gender mainstreaming die Verantwortung für die Berücksichtigung interkultureller Aspekte in der Konzeptentwicklung und im methodischen Handeln. Dazu bedarf es vertiefter Kenntnisse über die Zusammenhänge von Integration nach innen und außen.
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Seit dem Wintersemster 08/09 werden Bewerbungen für beide Vertiefungsrichtungen angenommen. Über die Zulassung zum Studium an der HS Koblenz entscheidet eine Eignungsauswahl. Der Bewerbungszeitraum hierfür läuft jeweils zum Wintersemester vom 01.04. bis 01.06. (Ausschlussfrist).

Die Bewerbungen sind an folgende Adresse zu richten:

ZFH - Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen
Konrad-Zuse-Str. 1

56075 Koblenz

Das Antragsformular mit weiteren Hinweisen zur Antragstellung liegt zum Download bereit unter:
http://www.zfh.de/fuer-interessierte/anmeldung/ma-soziale-arbeit

Ansprechpartner:

Hochschule Koblenz
Prof. Dr. Thomas Arnold
Verena Stimper – wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel: 0261-9528-238

Konrad-Zuse-Str. 1
56075 Koblenz
maps@hs-koblenz.de

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